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Fritz Grünbaum wusste auf allen Bühnen pointiert das Richtige zu sagen – in Wien, im Souterrain der „Hölle“, wo seine Blitzkarriere zündete, als Publikumsliebling im Berliner „Chat Noir“ und natürlich auch im Wiener „Simpl“, wo er schließlich zusammen mit Karl Farkas eine ganze Ära - die der „Wiener Kabarett-Revue“ - begründete.

Der „leise Weise“ Grünbaum war dabei stets geistreich-subtil, sein Witz war Esprit.

 Gerhard Strohofer lädt zu einem Streifzug durch Fritz Grünbaums Werk voll Geist, Witz und Charme. Musikalisch begleitet wird er dabei live von den „Polka Boys“ Thomas Mandel (Sopransaxophon) und Daniel Oman (Gitarre).

 Ich will nicht gleich fallen ins Haus mit der Tür,

aber das Äuß’re ist lang noch nicht alles bei mir,

ich geb’ mit der Schönheit allein noch nicht Ruh’,

es kommt doch bei mir auch der Geist noch dazu!

Aus „Schön und gescheit – das ist zu viel!“

 

 Innerlich trag' ich den Lockenschatz

und äußerlich scheint mir Sonn' auf die Glatz'!

Aus „Nieder mit mir!“

 

 Der Grünbaum holt aus, der Grünbaum schweift weit,

der Grünbaum denkt langsam, der Grünbaum hat Zeit,

der Grünbaum lehrt uns durch verschiedene Listen,

die jüdische Hast haben heute die Christen.

Georg Kreisler

 

FRITZ GRÜNBAUM

Geboren am 7. April 1880 in Brünn/Mähren, gestorben am 14. Jänner 1941 im Konzentrationslager Dachau/Deutschland.

Er war ein österreichischer Kabarettist, Operetten (Zusammen mit Robert Stolz)- und Schlagerautor („Ich hab das Fräul’n Helen’ baden sehn…), Regisseur, Schauspieler (Filme mit Heinz Rühmann) und Conférencier.

Er schloss in Wien ein Jusstudium ab bevor er sich immer mehr für Literatur zu interessieren begann.

1914 hatte er in Wien im Kabarett Simpl seinen ersten Auftritt mit Karl Farkas. Im Februar meldete er sich freiwillig zum Militärdienst. Jüdische Soldaten galten als besonders patriotisch, besonders bestrebt, ihr Österreichertum zu beweisen. Desillusioniert von den schrecklichen Erlebnissen an der Front begann er, seine Eindrücke aufzuarbeiten. Es entstanden ernste, anklagende, pazifistisch geprägte Gedichte, die aus Zensurgründen erst nach dem Krieg veröffentlicht wurden.

Er entwickelte ab 1922 in Wien die aus Ungarn stammende Doppelconference mit Farkas weiter und führte sie zur Hochblüte. Auftritte auch in Berlin, Leipzig, München, Frankfurt, Prag, Karlsbad und Marienbad.

Legendär ist ein Spruch von einem seiner letzten Auftritte 1938 im Kabarett Simpl, das Programm hieß: Metro Grünbaum – Farkas höhnende Wochenschau“  während eines Stromausfalles geworden:

„Ich sehe nichts, absolut gar nichts, da muss ich mich in die nationalsozialistische Kultur verirrt haben".

 

Nach dem Anschluss an Deutschland am 12. März 1938 bekam er Auftrittsverbot, versuchte vergeblich in die Tschechoslowakei zu flüchten, wurde verraten und nach Dachau ins Konzentrationslage abtransportiert. Später kam er nach Buchenwald und dann wieder zurück nach Dachau. Er starb dort am 14. Jänner 1941 nachdem er zuvor zu Silvester noch ein letztes Mal vor seinen Leidensgenossen aufgetreten war.

Begraben ist er am Wiener Zentralfriedhof, Israelitischer Alter Teil, Tor 1.

 

Fritz Grünbaum hat mit seinen prinzipiellen Pessimismus Recht behalten:

„Was nützt mir mein Geist, wenn mein Name mich schädigt?

Ein Dichter, der Grünbaum heißt, ist schon erledigt!“

 

GERHARD STROHOFER

Lebt und schläft in Leonding.

Lebensmotto: Dasteh muas ma’s kenna, net darenna.

 

Einladung der Theatergruppe Wilhering

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